Das Danewerk

Nach Haithabu kamen Handel und Gewerbetreibende der verschiedenen Völker und Stämme Mittel-, Nord- und Osteuropa, um hier friedlich miteinander ihre Geschäfte zu tätigen. Für das rege Wirtschaftsleben, das sich hier entfaltete, waren Frieden und Sicherheit wichtige Voraussetzungen, allerdings auch ständig bedroht in einer so kriegerischen Epoche wie der Wikingerzeit. Die dänischen Könige, in deren Herrschaftsbereich Haithabu lag, haben im Rahmen eines großräumig angelegten Verteidigungskonzeptes auch den Schutz ihres Handelsplatzes zu einer ihrer wichtigen Aufgaben gemacht.
Schon früh hatten dänische Könige erkannt, das dieses Gebiet wegen seiner geographischen Gegebenheiten besonders gefährdet war, das sich anderseits aber auch einmalige Möglichkeiten boten, es erfolgreich zu verteidigen.
Schon im 8. Jahrhundert vor der eigentlichen Wikingerzeit begann unter dem Befehl der Bau der großen Wehranlage des Danewerks, das die Schleswiger Landenge als Südgrenze des dänischen Reiches schließlich zu einer speziellen "Sicherheitszone" machte.
Mit den Wällen des Danewerks schuf man nicht nur, einzigartig im Frühmittelalter, eine markierte Grenze im modernen Sinn, sondern realisierte damit auch das strategische Konzept einer "linearen Verteidigung", das seit der Antike bis in unsere Gegenwart militärisch für nützlich und wirksam gehalten wird.
Mit seinen Langwällen die eine Gesamtlänge von etwa 30 km aufweisen, ist das Danewerk heute das größte archäologische Denkmal Nordeuropas.

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